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29.04.12  24. Neheimer Citylauf (mit Steffi und Dominik)


ErgNeheimCity2012.pdf

28.04.12  Westdeutsche und Westfälische 5000m Meisterschaften in Lüdenscheid (Natternbergstadion)

Stefanie Quitschorek belegte auf der heißen Bahn (gemessene 35. Celsius) den 2. Platz Westfälisch und den 6. Platz in der Westdeutschen Wertung. Bei diesen Lauf war unter anderen Sabrina Mockenhaupt, genannt Mocki mit am Start. (auf den Foto Steffi rechts, und Mocki ganz links)


Aufgrund des Winters startete die Saison für uns erst am 05.02.2012, aber die hatte es sofort in sich.


Und nun folgt ein spitzenmäßiger Bericht der drei Tage von Andre Kraus!

Bericht Ecco Indoor Trail 2012

Eines vorweg: Es war eine phantastische, perfekt organisierte Veranstaltung! Eine Ehre bei dieser Weltpremiere in den Dortmunder Westfalenhallen dabei sein zu dürfen!

Tag 1, 03. Februar 2012 – Sprint:

Los ging es für uns drei LAC`ler Dietmar Blume, Ralf Klauke und André Kraus bereits am Freitag Nachmittag mit dem Sprint über eine Runde, die 1,2km entsprach. Schon beim Einlaufen wurde uns bewusst, dass es die Strecke in sich hatte. 10 verschiedene Bodenbeläge (Holz, Beton, Schlamm, Kies, Erde, Geröll, Schnee, Rindenmulch, Holzschnitzel, Teppich) hatte das Planungsteam in und um die Westfalenhalle verarbeitet und zu einer einmaligen Laufstrecke gefertigt. Dazu kamen 274 Treppenstufen im Aufstieg und 250 im Abstieg, denn die Strecke führte auch über die Zuschauertribünen und in die Katakomben der Halle. Es galt eine Schlammgrube zu überwinden, Hügel zu erklimmen, einen künstlich angelegten Wald zu durchqueren, über Baumstämme und Bodenwellen zu springen, Felsbrocken zu um- bzw, zu überlaufen, im 60m langen Schneefeld nicht zu Fall zu kommen und die vielen scharfen 90 Grad Kurven möglichst direkt und schnell zu nehmen – kurz gesagt: Körper und Geist wurde alles abverlangt! Hinzu kam die Schwierigkeit des Überholens, denn die schmalen Gänge, besonders auf der Tribüne, waren dazu oft nicht breit genug. So musste man hoffen das sich der langsamere Vordermann, oder Vorderfrau gnädig zeigte und Platz machte, ansonsten ging viel viel (wertvolle) Zeit im „Stau“ verloren.

Der Sprint wurde als Einzelstart vollzogen, das heisst alle 15 Sekunden ging ein Starter/Starterin auf die Strecke. Die schnellsten 10 Teilnehmer nach den Vorläufen erreichten das Finale, das 2 Stunden später stattfand und ermittelten in einem Mann gegen Mann Rennen den Sprintsieger – spektakulär! Ralf war als erster vom LAC am Start und erreichte am Ende in 5:07 Min. den 18. Gesamtplatz. Dietmar ging wenig später auf die Strecke und erzielte mit 6:03 Min. den 57. Platz. Ich konnte mit meiner Zeit von 4:53 Min. den 10. und letzten Finalplatz ergattern. Dort galt es sich mit ehemaligen Profileichtathleten und vielfachen Deutschen Meistern wie Alexander Lubina, Halbprofis und Triathlonprofis wie Florian Reichert und Martin Dröll und ToughGuy, Strongman Run Sieger Knut Höhler auseinanderzusetzen. Und dort bekam man dann auch seine Grenzen bzw. die Extraklasse der Gegner aufgezeigt. Zwar gelang es mir meine Vorlaufzeit auf 4:43 Min. zu verbessern und damit einen für mich sehr guten 6 Platz zu belegen, aber gegen den überragenden Spitzenreiter des ersten Tages Florian Reichert vom Team Inov war kein Kraut gewachsen! Zweiter nach Tag 1 Knut Höhler (LG Olympia Dortmund) vor Sven Serke (LF Bönen) und Alexander Lubina (Team High 5). Auf jeden Fall ein ganz tolles Erlebnis, welches mich erst spät in der Nacht einschlafen ließ…

Tag 2, 04. Februar 2012 – 5 Runden, 6km

Mit 700 Anmeldern war dieser Tag komplett ausgebucht und auf der Strecke mächtig was los. Das Leistungsgefälle war im Vergleich zum Vortag noch drastischer. Viele hatten bei ihrer Anmeldung wohl nicht mit solch einer schwierigen Strecke gerechnet… Dadurch entstanden zum Teil Staus in den Gängen und an den Treppen, weil man an den teils gehenden Teilnehmern einfach nicht vorbei kam. Da kam bei manchem Starter schon ein bisschen Frust auf. So wurde der Lauf, der durch die Beschaffenheit des Kurses eh schon unrhythmisch war, zu einer Art Stop and Go Taktik, d.h. Beschleunigen wo es ging, Langsam traben wo es nicht anders ging. Gestartet wurde diesmal in Vierergruppen die sich anhand der Startnummernreihenfolge ergaben. Alle 30 Sekunden wurde eine Gruppe auf den Kurs geschickt die dann die 5 Runden (6km) in Angriff nahm. Dietmar erzielte in 32:44 Min. den 109. Rang, Ralf scheiterte mit seiner Zeit von 27:34 Min. auf Rang 14 ganz knapp am Finale der besten 10 nachdem er lange auf einem der Finalplätze gelegen hatte. In meinem Lauf hielt ich mich die ersten beiden Runden hinter einem spanischen Konkurrenten, ehe ich diesen nach einem kleinen Sturz überholte und das Tempo nochmals forcierte. Aber die 5 Runden forderten ihren Tribut, die Beine wurden schwerer, die Konzentration ließ nach. In der 4. Runde verfehlte ich beim Runterlaufen eine Treppenstufe, geriet aus dem Rhythmus und rutschte die letzten drei Stufen auf dem Hinterteil hinunter – autsch, aber erst später… Im Ziel war ich dann sehr überrascht nachdem die bis dato Drittschnellste Zeit aufleuchtete. Am Ende war es in 26:09 Min. die Fünftbeste Zeit nach den Vorläufen. Ich war also wieder für das Finale qualifiziert! Aber ich war total platt, merkte jetzt jeden Muskel und wollte mir diese 5 Runden im Hinblick auf den Schlußtag (10 Runden) nicht mehr antun. So verzichtete ich zwar auf 50 Bonussekunden die jeder Finalteilnehmer bekommen hätte, aber das schien mir die weniger Belastung wert zu sein. So schaute ich mir das Finale blutenden Herzens abends live im Internet an. Erschreckend stellte ich fest, das ich nicht daran gedacht hatte, daß im Finale durch die freie Strecke auch die Zeiten deutlich schneller als im Vorlauf werden würden. So verlor ich auf die direkte Konkurrenz in der Gesamtwertung um Platz 4, Lubina, Döring, Dröll, teilweise über 2 Minuten – zuviel um das am nächsten Tag noch ändern zu können…  Trotzdem wieder ein Super Tag! In der Gesamtwertung um den „Trail King“ liegt Ralf jetzt schon auf Platz 8, ich auf Platz 7.

Tag 3, 05. Februar 2012 – 10 Runden, 12km

Der Tag beginnt mit Schmerzen. Nach dem Aufstehen sind alle Muskeln verspannt, die Treppen von gestern machen sich bemerkbar… von dem unsanften Aufprall auf die letzten Stufen mal ganz zu schweigen, hinsetzen möglichst vermeiden! Man fragt sich dann schon wie man denn heute die 10 Runden überhaupt überstehen soll. Aber das das im Rennen nach einer kleinen Einlaufzeit doch besser geht wie befürchtet weiß ich noch von anderen Wettbewerben – daraus ziehe ich meine positiven Gedanken und entscheide mich dazu heute nochmal voll anzugreifen und vielleicht doch noch einen Platz gut zu machen, man weiß ja nie wie es der Konkurrenz geht… Ralf hat ebenfalls Probleme: Im Schneefeld gestern kurz umgeknickt, ist der Knöchel etwas geschwollen. Aber zum Glück nicht der Supergau wie beim Trailrun Worldmasters 2010, als er nach 2 Etappen super platziert am Schlußtag ebenfalls mit dickem Fuß nicht mehr antreten konnte. Heute kann er starten! In Dortmund angekommen erwartet uns die gute Nachricht, daß der Zeitplan mit den Starts geändert wurde und die bestplatzierten 10 Läufer nach einer 45 Minütigen Pause auf eine relativ leere Strecke gemeinsam geschickt werden. Sehr gute Entscheidung, so haben alle vorne die-selben Bedingungen und das Rennen wird nicht durch langsamere Mitläufer entschieden. Das bedeutet das das LAC Veltins Hochsauerland als einziger Verein mit 2 Läufern im „Finale“ vertreten ist – super! Und nicht nur das, denn die Anfeuerung ist ihnen ebenfalls sicher, denn heute ist das Team verstärkt durch 3 weitere Starter, die für die 10 Runden gemeldet haben. Martin und Steffanie Quitschorek starten als eine der Ersten Läufer und drehen ihre Runden, kräftig motiviert durch die anderen LAC`ler die ihren Start erst später haben. Während Martin nach fünf kräftezehrenden Runden aussteigt um seine 2011 operierte Bandscheibe nicht zu überlasten, dreht Steffi unermüdlich ihre Runden bis sie nach 1:20 Std. ins Ziel läuft  - und später beim Blick auf die Rundenzeiten feststellt: Ups, bin 11 Runden gelaufen! Dadurch hat sie eine echte Top Platzierung mit ca. 1:12 Std. regelrecht in den Sand gesetzt… so reicht es unter 87 Starterinnen aber immer noch zu Platz 36 bzw. Platz 11 bei den Master Women. Und Spass hat es ja schließlich auch gemacht! Apropos elf Runden… ebenfalls heute am Start: Peter Wegener! Bei seiner Trail Premiere hat auch er viel Spass, läuft konstant im 7 Minuten Schnitt. Nach 1:16:55 Std. biegt er zufrieden ins Ziel… um 90 Minuten später beim Blick in die Ergebnisliste festzustellen, dass er für die letzte Runde über 14 Minuten gebraucht hat! Dickes Fragezeichen! Ist er eingebrochen? Hat er eine oder gar 10 Pinkelpausen gemacht? Ne, auch er hatte elf Finger an seiner Hand J! Also auch hier, anstatt eine 1:09 er Zeit und ein Platz um die 120 bzw. 50 bei den Master Men (über 40 Jahren), bleibt ihm nur Platz 265 bzw. 98 bei den Master Men. Naja, Hauptsache Spass gehabt! Da kann man dann auch schon mal eine Ehrenrunde drehen! Fürs nächste Jahr gibt’s dann einen Taschenrechner mit auf die Strecke! Zählen konnte aber Dietmar, der die Belastungen der letzten Tage richtig gut wegsteckte und in 1:09:37 Std. 113. der Tageswertung bzw. 42. In der Master Men Wertung wurde. Dadurch schob er sich in der Gesamtwertung um den Trail King bis auf Platz 18 in der Master Men Wertung nach vorne! Ganz starke Leistung – Glückwunsch! So stand nur noch das Finale aus, wo die Top Favoriten um Spitzenreiter Florian Reichert und Verfolger Knut Höhler schon mit den Hufen scharren. Ein tolles Gefühl mit solchen Ausnahmeathleten, die hier teilweise um Sponsorenverträge und Gelder laufen und alle ihre eigenen Trainer am Rand stehen haben, gemeinsam an der Startlinie zu stehen! Die Uhr zählt auf null und los geht die wilde Hatz… Vorne lassen die Favoriten nichts anbrennen und legen gleich ein Mördertempo vor. Bereits nach 2 Runden ist die Tageswertung klar abgezeichnet. Vorne einsam und alleine Florian Reichert, Höhler dahinter und Drittplatzierter Serke mit weiterem Abstand. Aber dahinter ist das Rennen offen. Bin ich nach 3 Runden noch auf Platz 7, schließe ich in der vierten Runde auf Andreas Döring, Martin Dröll und Alex Lubina auf. Döring fällt zurück, Dröll setzt sich etwas ab und ich klemme mich an Lubinas Fersen. Bis Runde 8 halte ich ihm, angefeuert und motiviert von den Laufkollegen, immer noch Stand, laufe zwar absolut am Limit, wenn nicht gar drüber, dafür aber weiß ich jetzt wo seine Schwächen liegen, nämlich an den Treppenaufstiegen! Eingangs der neunten Runde zieh ich an ihm vorbei und setze mich tatsächlich von ihm ab. Letzte Runde, einmal noch alles geben, vielleicht reicht es ja noch um einen Platz in der Gesamtwertung nach vorn zu kommen. Vorne bleibt es bis zum Schluss dabei: Reichert demontiert die Konkurrenz, läuft in unglaublichen 46:29 Min. durchs Ziel! Gut 3 Minuten dahinter erreicht Knut Höhler in 49:33 Min. vor Sven Serke (50:24) und Martin Dröll (50:26) den Zielbogen. Nach 50:50 Min. laufe ich ins Ziel als 5. der Tageswertung, kaum zu glauben! Doch um noch auf Rang 6 in der Trail King Wertung aufzurücken fehlen am Ende 17 Sekunden. Ralf läuft als 12. der Tageswertung in 54:55 Min ein, verteidigt damit Gesamtplatz 8, ebenfalls ein ganz tolles Ergebnis! Hier die Top Ten Endwertung um den Trail King

Rang Jg Total Name und Vorname Ort Team

1. Reichert Florian 1982 Göttingen team inov  1:10.46,3 700 Euro Preisgeld

2. Höhler Knut 1983 Göttingen LG Olympia Dortmund 1:15.51,8 500 Euro Preisgeld

3. Serke Sven 1977 Kamen LF Bönen 1:16.48,0   300 Euro Preisgeld

4. Dröll Martin 1982 Frankfurt Crossjunkies 1:19.22,2

5. Lubina Alexander 1979 Duisburg High 5 1:19.32,2

6. Doering Andreas 1985 München Gore Merchi Indoor Trail 1:21.16,6

7. Kraus André 1975 Arnsberg LAC Veltins Hochsauerland 1:21.33,3

8. Klauke Ralf 1980 Dortmund LAC Veltins Hochsauerland 1:27.36,7

9. Pelster Matthias 1983 Dortmund bunert Dortmund Trail Team 1:28:45,2

10. Wallat Dominik 1978 Bodenwerder 1:29.45,6

Was bleibt als Fazit dieser 3 Tage Indoor Trail mit definitiver Neuauflage im nächsten Jahr? Wahnsinnig tolle, abwechslungsreiche aber knüppelharte (im Sinne von anstrengend) Strecke, 1a Organisation, tolle Leute, super Atmosphäre und Spass ohne Ende! Unbedingt weiterzuempfehlen, ein echtes Erlebnis, tolle Kameradschaft!

Trailrunning ist nicht bloß eine Modeerscheinung im Laufbereich, sondern meiner Meinung nach die Zukunft!

„Wo der Weg endet, beginnt der Trail…“ und schon hab ich wieder Lust zu trainieren...